Schlagwort-Archiv: Prostitution

Monogamie als evolutionäre Antwort auf Geschlechtskrankheiten?

Gerade titeln weltweit viele Zeitungen und Zeitschriften mit der Sensationsmeldung, dass nun endlich klar wäre, warum wir in Monogamie leben. Die Geschlechtskrankheiten seien die Ursache:

„Darum leben die meisten Menschen monogam“ (welt.de)
„Computersimulation: Warum wir monogam leben“ (spiegel-online.de)
„Ohne Kondom zur Monogamie: Warum leben wir in Paaren?“ (spektrum.de)

Alle Artikel beziehen sich auf die Studie „Disease dynamics and costly punishment can foster socially imposed monogamy“ der kanadisch/amerikanischen Forscher Chris T. Bauch und Richard McElreath, die am 12. April 2016 in NATURE COMMUNICATIONS veröffentlicht wurde.

Wie leichtgläubig doch jede noch so schlecht gemachte Studie sofort begierig aufgesaugt wird, wenn sie nur die Monogamie, also das uns allen auferlegte Patriarchat, als natürlich bestätigt! Es ist in der Tat kein Einzelfall. Zum wiederholten Male verbreitet insbesondere das SPEKTRUM einen solchen Artikel, der versucht, die Monogamie des Menschen als evolutionär sinnvoll hinzustellen. Ich erinnere an den Artikel Stark als Paar von Blake Edgar. Damals konnte das SPEKTRUM gar nicht anders, als meinen Leserbrief in der Printausgabe Juni/2015 abzudrucken, denn der Autor zitierte die Anthropologin Sarah Blaffer Hrdy in missbräuchlicher Weise. Ich habe die Redaktion natürlich auch auf den patriarchatsideologischen Antrieb solcher Artikel hingewiesen. Jedoch statt aus diesem Desaster zu lernen, wird jetzt wieder unkritisch nachgebetet. Da es sich um ein Blatt mit wissenschaftlichem Anspruch handelt, wenn gleich populärwissenschaftlich, beziehe ich meine Kritik im Folgenden nur auf den SPEKTRUM-Artikel, die aber auch für all die anderen gelten soll.

Wie die Anthropologin Sarah Blaffer Hrdy unschlagbar schlüssig nachgewiesen hat, beruht die Entwicklung zum Sozialwesen Mensch auf der female choice und der langen Kindheitsphase, die zusammen automatisch in Matrifokalität, d.h. Matrilokalität und Matrilinearität, führen. Noch in den jungsteinzeitlichen Kulturen ist diese Matrifokalität zu finden, z.B. in Çatal Höyük, Kfar Hahoresh, der Starčevo-Kultur usw., wie es Ian Hodder und Kurt W. Alt nachgewiesen haben.
Völlig veraltet sind die Thesen der Anthropologie, die Caroline Bauer einschiebt: „Bisher glaubten Anthropologen und Anthropologinnen, dass es besonders für Frauen vorteilhafter sei, monogam zu leben, weil der Mann sie somit bei der Kinderaufzucht besser unterstützen könne. Oder dass Männer untereinander im Wettbewerb stünden und darum ihre Partnerin gegen Nebenbuhler abschirmten.“ Auch Sarah Blaffer Hrdy hat das einmal geglaubt, wie sie selbst in Fußnote 20 auf Seite 448 ihres Buches „Mütter und andere“ (2010) schrieb, hat aber den fundamentalen Irrtum erkannt.

Heute sprechen Anthropologen von „Gen-Shopping“, wenn eine Frau fremd geht. Sie trauen sich nicht, die evolutionäre Regel, nach der idealerweise jedes Kind einer Frau von einem anderen Mann ist, auszusprechen, da das erhebliche gesellschaftliche Sprengkraft besitzt. Die Regel ist beinahe selbsterklärend, da eine Frau in ihrem Leben vergleichsweise nur wenige Nachkommen hat und genetische Vielfalt zu einer gesunden Population führt.
Unter diesen natürlichen Umständen kann sich kein Bewusstsein für Patrilinearität herausbilden und auch keine Patrilokalität durchgesetzt werden. Kein Vater lebt in der Sippe seiner leiblichen Kinder. Eine Frau braucht auch keinen männlichen Alleinernährer, denn in ihrer matrifokalen Sippe sind alle als sog. Alloeltern an der Kinderpflege beteiligt, wie Sarah Blaffer Hrdy es schlagkräftig nachweisen konnte.
Die female choice dient auch der unmittelbaren Gesunderhaltung, denn ein offensichtlich erkrankter Mann ist für eine Frau eher nicht attraktiv. Eine geschlechtskranke Frau wird sich enthalten, da die Entzündungen Schmerzen beim Sex verursachen.
Auch zur Geschichte der Geschlechtskrankheiten brauchen die Autoren der Studie offenbar noch etwas Nachhilfe: Die Syphilis stammt aus Südamerika. Die Indigenen dort sind seit Jahrzehntausenden an die Syphilis angepasst und ihr Immunsystem kommt damit gut zurecht. Erst in Europa eingeschleppt wurde die Syphilis zum echten Problem. Weil das die These stört, stellen Bauch/McElreath den südamerikanischen Usprung der Syphilis in Frage: „Syphilis existed for certain by the Fifteenth century, although there is debate about whether its origin was Colombian or pre-Colombian“.
Die Gonorrhoe war schon in der Antike bekannt und sie erzeugt sehr unattraktive und unangenehme Symptome, insbesondere beim Mann. Das griechische Patriarchat nahm jedoch keinerlei Rücksicht auf die Wahl der Frau, und Prostitution war an der Tagesordnung. Es wundert nicht, dass sich die Krankheit unter solchen Bedingungen ungehindert ausbreiten konnte, während sie unter natürlichen Bedingungen so gefährlich oder ungefährlich wie jede andere Krankheit auch war.
Viele Menschen haben Chlamydien, ohne jemals daran zu erkranken. Manche Menschen erkranken, ohne es zu merken. Dies ist die Folge einer evolutionären Anpassung, die der Populationsgröße bis heute keinen nennenswerten Abbruch getan hat.
Face of a man affected with tertiary syphilis Wellcome L0062301
Im Bild: Mann mit tertiärer Syphilis.

Caroline Bauer schreibt in Bezug auf die Geburtenrate: „Im Normalfall wäre es evolutionär günstiger, wenn ein Mann mit mehreren Frauen zusammenlebt“. Die Rechnung „Masse ist Klasse“, die die Macher der Studie aufstellen, könnte eine erschreckende Unkenntnis der evolutionären Zusammenhänge verraten, aber es scheint mir eher, als täuschten sie das nur vor. Denn eigentlich weiß jeder Evolutionsbiologie, dass genetische Vielfalt wesentlich wichtiger ist. Auch ist eine überhöhte Geburtenrate bekanntermaßen evolutionär ungünstig, denn es entsteht Populationsstress, der schließlich zum Zusammenbruch führt. Die female choice wirkt dagegen als eine natürliche Geburtenkontrolle, die nicht nur zur maximal möglichen Vielfalt führt, sondern auch zu einer gleich bleibenden Gruppengröße. Letztere ändert sich nur dann, wenn sich die Umweltbedingungen ändern. Warum das alles so ist, ist hier von mir zusammengefasst: http://www.gabriele-uhlmann.de/femalechoice.htm

Sowohl polygame, als auch monogame Völker sind Patriarchate, die immer eine Überbevölkerung produzieren. Die Ehe, ob polygam oder monogam, entzieht der Frau jede sexuelle Entscheidungsfreiheit. Die noch höhere Überlebensrate bei polygamen Völkern hängt nicht mit der männlichen Potenz zusammen, sondern damit, dass sich die Frauen bei der Kinderpflege gegenseitig helfen können und zudem nur einen Mann gemeinsam am Hals haben, der sich von den Frauen versorgt lässt.
„Evolutionär günstiger“ wäre es also, die female choice nicht zu unterdrücken, dann kann die Population gegen eine Krankheit Abwehrkräfte entwickeln, und die Gelegenheiten zur Infektion würden sinken, denn beide Geschlechter haben unter der female choice weniger Sex. Aber zu dieser Entscheidung würde sich kein eingefleischter Patriarch durchringen. Der patriarchale Mann verhält sich im Gegenteil überaus krankheitsfördernd. Der polygame Mann verringert die genetische Vielfalt erheblich und verhindert die natürliche Auslese, das ist evolutionär alles andere als günstig, es ist sogar der ungünstigste Fall.
Der „monogame“ Mann nutzt Prostitution, und schon vor der Ehe kann er sich infizieren, denn von keinem Mann wird verlangt, dass er jungfräulich in die Ehe geht, im Gegenteil! Die Krankheitserreger landen letztlich auch bei der treuen Ehefrau. Bekommt sie deshalb keine Kinder oder stirbt sie, nimmt er sich eine neue…. Der monogame Mann bleibt eine Märchenfigur, und das „costly punishment“ ist ein Mythos, denn Patriarchate feiern die männliche Potenz, statt sie zu unterdrücken.

Keine Frau, kein Mann konnte aber letztlich wissen, dass die Erkrankung die Folge von Sex ist. Warum sollten sie also auf die Idee kommen, deshalb monogam zu leben?

Was also ist dann der Grund, warum Menschen heute in Paaren leben? Die Frage ist doch längst von der Patriarchatsforschung beantwortet worden. Unter natürlichen Bedingungen kann sich kein Patriarchat herausbilden. Kein Mann kann hier die Sexualität der Frauen kontrollieren, es gibt keine Ehe. Der Grund, warum wir heute in Paaren leben, ist keine Geschlechtskrankheit, sondern allein die Unterdrückung der female choice zur Durchsetzung der Ehe. Es ist allein die Krankheit Patriarchat.
Das Patriarchat ist eine Erfindung der ersten Viehnomaden vor ca. 8000 Jahren. Jede außereheliche Beziehung der Frau wäre eine Gefahr für die wirtschaftliche Existenz des Patriarchen gewesen, der seine Herde zusammenhalten musste und Söhne brauchte. Hier entwickelte sich das Bewusstsein für Patrilinearität, die mit Patrilokalität, also der Gefangennahme der Frau, durchgesetzt wurde. Auf meiner Homepage können Sie dies ausführlich nachlesen:
http://www.gabriele-uhlmann.de/patriarchat.htm

Fazit: Dass Anthropologen bisher keinen evolutionären Nutzen in der Monogamie erkennen konnten, wie Caroline Bauer schreibt, ist darin begründet, dass es a) keinen Nutzen gibt und b) die Monogamie nicht evolutionär bedingt ist. Offenbar darf das beides nicht sein.
Entsprechend gestaltete sich die Zusammensetzung der verarbeiteten Daten. Wären matrifokale Völker in die Studie einbezogen worden, wäre herausgekommen, dass hier die Krankheitsrate am niedrigsten ist. Aber das durfte ja nicht passieren. Es wurde also die patriarchale Polygamie der patriarchalen Monogamie gegenübergestellt, als gäbe es keine matrifokalen Völker und als hätte es sie nie gegeben. Polygamie, im Christentum geächtet, kann jetzt als gefährlich dargestellt werden. Das Ergebnis der Studie stand also schon vorher fest.
Mir scheint, die Autoren der Studie wollen Angst vor Geschlechtskrankheiten schüren und damit die Ehe und das christliche Abendland retten.
Informationen zu den Autoren der Studie, Chris T. Bauch und Richard McElreath.
http://www.math.uwaterloo.ca/~cbauch/cv.html
https://www.mpg.de/9349950/anthropologie_wissM4

female choice – unser Menschenrecht

Buschleute San

Inhaltsangabe. Ganzer Artikel zum Download (PDF). Es ist die Frau, die wählt. Diese sog. female choice ist das oberste Naturgesetz der Evolution. Sie ist auch das Erfolgsgeheimnis der menschlichen Evolution, unseres Menschseins, denn sie bedingte die Zusammenarbeit beider Geschlechter in der Sippe, in der die Mütter und Kinder stets im Zentrum der Fürsorge standen. Die female choice als Basis dieser Kooperation kommt daher nicht der Frau allein zugute, sondern allen Menschen. Sie ist nicht nur ein Frauenrecht, sondern ein echtes Menschenrecht, und die Männer täten auch im eigenen Interesse gut daran, sie zu achten. Die Unterdrückung der female choice macht das Patriarchat und seine Folgen erst möglich. Die Erforschung des Patriarchats ist in diesem Sinne Ursachenforschung. Sie liefert die Antwort auf die Frage, warum ausgerechnet der Mensch, der für sich in Anspruch nehmen kann, eine besonders intelligente und soziale Tierart zu sein, Kriege führt, und sich mit psychischen Problemen, Zivilisationskrankheiten und Epidemien herumschlagen muss. Diese Probleme betreffen andere Arten auch nur dann, wenn der Mensch sie aus ihrem artgerechten Leben reißt. Auch keine andere Tierart neigt zu Überbevölkerung oder hat Umweltprobleme ausgelöst, die es in seiner Existenz bedrohen. Die Überbevölkerung ist die unmittelbarste Folge der Unterdrückung der female choice und erst in zweiter Linie mit einigem Abstand Folge der landwirtschaftlichen Überproduktion. Letztere war wiederum nur wegen der steigenden Bevölkerungszahlen möglich geworden. Sämtliche menschengemachte Probleme, mit denen die Weltgemeinschaft heute zu kämpfen hat, sind daher ursächlich mit der Unterdrückung der female choice bzw. dem Patriarchat in Verbindung zu bringen. Im folgenden Artikel erläutere ich diese Feststellung anhand der vielen Funktionen und unterschiedlichen Formen der female choice, unserem Menschenrecht, von dem nur Wenige wissen.

Ganzer Artikel zum Download (PDF).

Mein Kommentar zu einem Biologismus-Vorwurf in einem Blog:

Wie wollen wir einem Erdogan (Quelle) entgegentreten, der die Gleichberechtigung für unnatürlich hält? Oder den Maskulisten, die das auch behaupten?
Wenn wir ihnen mit nichts weiter als Gender und Feminismus entgegentreten, also ideologischen Konzepten, dann haben wir in Wahrheit NICHTS und nochmal NICHTS entgegenzusetzen! Dann steht Aussage gegen Aussage. Ideologie gegen Ideologie. Dann gibt es den Krieg, den wir jetzt haben.

Mir kommt es darauf an, das anthropologische Wissen zu verbreiten, dass GLEICHBERECHTIGUNG DURCH UND DURCH BIOLOGIE IST. Die female choice sorgt auf natürliche Weise dafür. Die Natur ist nicht biologistisch und sie benachteiligt weder Frauen noch Männer. Das Pfund mit dem wir also wuchern können, unser selbstbewusstes Frau- und Muttersein, verunglimpfen die Gendermainstreamer als biologistisch und machen sich damit genaugenommen Erdogan gleich.
Wenn Gleichberechtigung nur eine kulturelle Errungenschaft wäre, dann bestünde keinerlei Hoffnung, dass wir jemals weltweit zu ihr zurückfinden. Denn Kultur wird im Patriarchat immer über die Natur gestellt, und nur daraus bezieht das Patriarchat seine Energie. Es zieht seine Energie aus der Unterdrückung der female choice.

Die HEILIGE HOCHZEIT der babylonischen Zeit ist dafür DAS Symbol schlechthin. Es geht in diesem Ritual um die Aneignung sog. weiblicher Macht (vermeintlicher Macht, denn Patriarchen können nur in dieser Kategorie denken) mit dem Mittel der Unterdrückung der female choice, dies öffentlich im Staatsritual mit einer Vergewaltigung zur Schau gestellt. Das Ritual finden wir heute verweltlicht in der Prostitution, in den Kriegsvergewaltigungen, in sexuellem Missbrauch etc.. „Sperma Care“ ist in diesem Sinne nichts weiter als das Dafür-Sorge-Tragen, dass der Mann weiterhin die Oberhand behält.
In meinem Buch „Der Gott im 9. Monat“ http://www.amazon.de/dp/3738639012 habe ich beschrieben, dass es dem Patriarchen darum geht, sich die Natur der Frau einzuverleiben, um die Allmacht zu erringen, die Unsterblichkeit, die Macht über Leben und Tod. Das versucht er nicht nur mit Unterdrückung zu erreichen, sondern auch damit, dass er der Frau das Frau- und Muttersein madig macht. Was uns keine Freude mehr bereitet, kann der Patriarch ergreifen und seine Willkür darüber ausüben. Begreifen wir doch endlich wie KOSTBAR unsere Fähigkeiten sind, so kostbar, dass die Patriarchen in ihrem Gebärneid sie uns wegnehmen wollen! Und ziehen wir uns nicht selbst gegenseitig herunter in vorauseilendem Gehorsam gegenüber dem Patriarchat.
Erdogan will uns auf die Mutterrolle zurückwerfen, schreibt der SPIEGEL. Das ist Gender-Soziologen-Vokabular, aber Muttersein IST KEINE ROLLE. Diesem Irrtum sind doch auch Erdogan und seine patriarchalen Ahnen schon erlegen, nur drückt er es weniger intellektuell aus. Mütter spielen buchstäblich weder im Patriarchat noch sonst wo eine Rolle. Wir befinden uns aber sprichwörtlich im falschen Film. Das habe ich in meinem Text ausgeführt. „Rolle“ ist ein moderner Begriff für „Gefäß“, dieses Wort wurde einst dafür benutzt. Aber eine Mutter ist kein Gefäß, in das ein Embryo vom Mann hineingepflanzt wird, kein Gefäß, das nach der Geburt leer ist und weggeworfen werden kann…kein Anhängsel, das nach der Geburt das Kind dem Patriarchen schenkt, überlässt, aushändigt, ausliefert.
Ein Topf wird nach dem Kochen abgewaschen und in den Schrank gestellt, ein Topf wird BENUTZT, so wie ein Schauspieler eine Rolle „spielt“, weil es anderen gefällt.

MutterSEIN in der matrifokalen Sippe, also unter Wahrung der female choice, bedeutet in erster Linie Glück und Selbstbestimmung. Dieses Glück vererbt sich direkt und epigenetisch auf die Kinder. Matrifokalität bringt keine frustrierten jungen Männer hervor, die Bomben werfen, oder unglückliche Frauen, die sich prostituieren müssen. Keine Frau MUSS unter Matrifokalität Mutter werden, keine Lesbe, kein Schwuler wird diskriminiert, sondern sie werden aufgefangen und in der Sippe geliebt und gebraucht. Welcher Mann sich darum reißt, mit Kindern leben zu wollen, wird nicht als Väterrechtler per Gericht einer Mutter die Kinder wegnehmen können, sondern findet in der Sippe ausreichend Betätigungsfelder, die ihn keinen Cent kosten. Ebenso ist sexueller Frustration vorgebeugt, weil niemand ein Treuegelöbnis leisten muss. Treue findet in der Sippe statt, auf natürliche Weise, durch verwandtschaftliche Bindung, durch sich gegenseitiges Versorgen. Die Sexualität ist davon völlig getrennt und braucht keine Treue. Frauen und Kinder sind in der Sippe vor Übergriffen geschützt, weil keine Ideologie Tätern Rückhalt gibt, und weil die Sippenmitglieder füreinander Verantwortung empfinden.

Schon heute leben sog. alleinerziehende Mütter vor, dass es die natürlichste Sache der Welt ist, nicht von einem Mann abhängig zu sein. Sie erleben den Rückhalt ihrer Mütter und Schwestern, sind also gar nicht allein, und werden es nie wieder sein. Reich wird frau so vielleicht nicht, aber zufrieden. Wenn nur die nächste Generation es genauso macht, sind wir auf einem guten Weg.